melodi

Anmeldungsdatum: 01.12.2004 Beiträge: 1146 Wohnort: Schleswig-Holstein Geschlecht:  Alter: 46
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Verfasst am: 25.01.2005, 00:48 Titel: Wie groß ist die Suchtgefahr bei Ritalin / Erwachsenen? |
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Hallo Herr Gunia,
hätte da noch mal eine Frage, und zwar welche Fachärzte stellen, bzw. können die Diagnose von ADHS bei einem Erwachsenen stellen?
Kenne nur die Ärzte, die bei Kindern spezialisiert sind, nicht aber bei einem Erwachsenen.
Ferner noch die Frage, ist die Tatsache, das ich nicht lesen kann (Bücher und längere Texte) ein Zeichen von ADHS oder kommt es auch bei BL vor, meine letzten Mitpatienten in Bad Bramstedt konnten durchaus gut Bücher lesen/verschlingen.
Ich dagegen konnte das noch nie, nur Fachbücher und auch nur das was mich interessierte.
Wie ist es mit der Impulskontrolle, die mir genzlich abging und der Planung und erledigung der alltäglichen Dinge. Konnte die gestellten Aufgaben nicht voll erledigen, blieb immer viel liegen, obwohl ich genug Zeit hatte. Habe auch oft keinen Plan für den Tag, mache die Dinge meist spontan.
Heute wurde mir von einem Arzt gesagt, das Erwachsene auf keinen Fall Ritalin nehmen sollten, wegen der großen Gefahr der Sucht, wie stehen Sie dazu?
Wie äußert sich der aufputschende Effekt bei einem gesunden Menschen?
Total aufgedreht, oder wie.
Der Arzt meint, es sei ja ein Aufputschmittel, das bei Kindern paradox wirkt und das es kein Wunder wäre, das es mir besser geht und ich mehr Schwung habe.
Fühle mich aber mit Medikinet im ganzen wohlen. Nicht mehr so depressiv, viel wacher, mehr Plan im Alltag, offenere und bessere Kontakte, als wenn ich plötzlich die Dinge mitbekomme, die vorher so an mir vorbei gingen.
Die Diagnose wird folgen und ich bin froh, das Medikinet mir hilft, doch wie groß ist denn nun die Gefahr der Sucht beim Erwachsenen?
Vielen Dank für Ihre Antwort
Melodi _________________ "Höre auf zu denken, was die Anderen denken, denn das sind Deine eigenen Gedanken!"
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sassa
Anmeldungsdatum: 10.12.2003 Beiträge: 11666
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Verfasst am: 26.01.2005, 21:23 Titel: |
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Hans Gunia <Hans.Gunia@t-online.de> schrieb am 26.01.2005, 20:08:23:
> Hallo Melodi,
> Sie müssten sich an einen spezialisierten Neurologen oder Psychologen
> wenden. Es gibt verschiedene ADHS, die sich in ihrer Symptomatik
> unterscheiden. Auch bei Erwachsenen ADHS'lern verabreicht man Medikinet.
> Ich habe bei denen oft den von Ihnen beobachteten Effekt gesehen, viele
> sind klarer.
> Was die Suchtgefahr angeht, so ist es dringend erforderlich, die
> Diagnose sehr genau zu stellen. Ich habe noch keinen Erwachsenen mit
> ADHS gesehen, der eine Medikinet-Abhängigkeit entwickelt hat.
> Herzliche Grüße Hans Gunia _________________ ~
Von oben bis unten mit Schuldgefühlen bekleidet,
sitze ich an dunklen Tagen vor dem Spiegel der Melancholie
und wage keinen Versuch mehr, irgend etwas zu unternehmen,
doch unverhofft streift mich das L E B E N
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