~ Lexikon ~
Depression ist lateinisch und heißt übersetzt: “Niederdrückung”.
Als Depression bezeichnet man eine über das normale hinausgehende seelische Niedergeschlagenheit,
die man selber als krankhaft bzw. nicht mehr steuerbar empfindet.
DBT
Dialektisch behaviorale Therapie
Die DBT kommt aus den USA und wurde von
M. Linehan speziell für Borderline-Patientinnen entwickelt.
In der DBT werden verschiedene therapeutische Methoden zusammengelegt, z.B. Verhaltenstherapie, Gesprächspsychotherapie und
Hypnotherapie und Meditation aus dem ZEN.
DBT bedeutet nicht nur eine Erweiterung der Verhaltenstherapie, sondern auch eine Schulung der Akzeptanz. Das heisst,
Situationen, Gefühle, und sich selber anzunehmen. Das bedeutet nicht unbedingt,
dass man die jeweilige Situation gutheißt ,
sondern dass man sie wahrnimmt, wie sie gerade ist und sie auch so annimmt, um auf dieser Basis Schritte zur Veränderung zu
entwickeln. Die dialektische Sichtweise zieht sich durch die ganze Therapie.
Im kognitiven Teil der Therapie geht es darum, das schwarz-/weiss-Denken aufzulösen und schädliche
Annahmen über uns selbst
und wie die Welt funktioniert. In der therapeutischen Beziehung wirkt sich die Dialektik insofern aus, als es gilt, eine Wahrheit
herauszufinden, die von beiden Seiten her akzeptabel ist. Die Dialektik besagt also,
dass es für alle Dinge auch die gegenteiligen
Dinge gibt, z.B. Tag/Nacht, Winter/Sommer, heiß/kalt, schwarz/weiß, etc. Es gilt, die Gegensätze und Widersprüche zu erkennen, zu
betrachten und daraus die Kraft für Veränderung zu schöpfen.
Die DBT ist in mehrere Therapiephasen aufgegliedert , wobei an erster Stelle immer die Stabilisierung steht. Eine wichtige
Komponente stellt hierbei auch die therapeutische Beziehung dar. Die DBT besteht aus Einzeltherapie,
Skills-Training,
verschiedenen Gruppentherapien, ggf, Telefonberatung, auch medikamentöse Behandlung.
Im Nachfolgenden möchten wir gerne die 4 Module der DBT vorstellen, die im
Skills-Training durchgeführt werden. Hierbei soll
versucht werden, alte, destruktive Verhaltensweisen durch andere neue Verhaltensweisen zu ersetzen.
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->Thora´s DBT Erfahrungsbericht
(sassa)
Diagnostik
Die zwei Verfahren zur Diagnostik sind
-
nach DSM - IV ( Diagnostische und Statistische Manual für psychische Störungen der American Psychiatric
Association) -
nach ICD 10 International Statistical Classification of Diseases and Related Health
Problems Wobei sowohl in wissenschaftlicher, als auch in klinischer Hinsicht für eine
BPS die DSM IV
Kriterien, denen des ICD 10 überlegen sind.
Um eine Diagnose zu stellen, orientieren sich die Fachärzte und Therapeuten an wissenschaftlichen Leitlinien. In den
diagnostischen Leitlinien werden neun Kriterien für eine Borderline – Persönlichkeitsstörung aufgeführt, von denen fünf vorhanden
sein müssen, um diese Diagnose zu stellen. Auf den ersten Blick scheinen diese Kriterien vielleicht unzusammenhängend. (...) So
zeigt sich meist ein durchgängiges Verhaltensmuster von Instabilität iim Bereich von Beziehungen, Stimmungen und des
Selbstbildes, sowie eine ausgeprägte Impulsivität Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter, und die Störung zeigt sich in den
verschiedenen Lebensbereichen. (...) jeder Mensch kennt ein Teil der beschriebenen Probleme ohne gänzlich unter diesem
Krankheitsbild zu leiden....
Wir raten jedoch dringenst von einer Selbstdiagnose anhand dieser Kriterien ab. Sie dienen lediglich einer ersten
Orientierung.
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(thora)
Dissoziation
Dissoziation bezeichnet eine Wahrnehmungsveränderung, die bei extremen Belastungen auftritt.
Wir bezeichnen diesen zustand oft als "fremd", oder "abgespalten".
Die Dissoziation ist ein Schutzmechanismus, der eintritt, um die Seele vor starken Emotionen zu distanzieren.
Im Zusammenhang mit einer Borderline - Störung führt das Auftreten von Dissoziationen gelegentlich zu
Schwierigkeiten bei der Verarbeitung
und/oder Wahrnehmung der Realität.
Allerdings kann eine Dissoziation auch gezielt eingesetzt werden, da mithilfe dier die Seele geschützt,
und bestimmte Wahrnehmungen "abgespalten" werden kann.
DSM - IV
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Ein Verzweifeltes Bemühen, ein reales oder imaginäres Verlassenwerden zu verhindern ( außer Suizid oder
Selbstverstümmelung). -
Ein intensives Muster von instabilen, intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, das sich durch
ein Wechsel zwischen den beiden Extremen Überidealisierung und Abwertung auszeichnet. -
Identitätsstörung: Anhaltend und
deutlich gestörtes, verzerrtes oder instabiles Selbstbild bzw. Gefühl für die eigene Person . Die Schwierigkeit zu beschreiben,
wer ich wirklich bin -
Mindestens zwei potentiell selbstschädigende, häufig impulsive Handlungen, wie z.B. übermäßiges
Geldausgeben, häufig wechselnde sexuelle Kontakte, Drogenmissbrauch, Diebstahl, rücksichtsloses Fahren oder Essstörungen
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Wiederholte Suizidversuche, Drohungen oder selbstverletzendes Verhalten und/oder
Selbstverstümmelung -
Instabilität im
affektiven Bereich: Ausgeprägte Stimmungsschwankungen ( z.B. Euphorie, Reizbarkeit oder Angst), wobei diese Zustände gewöhnlich
ein paar Stunden, seltener länger als einige Tage andauern. -
Immerwährendes/chronisches Gefühl der inneren Leere
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Übermäßige, starke Wut oder Unfähigkeit, die Wut zu kontrollieren ( z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut oder
wiederholte Prügeleien). -
Vorübergehende, stressabhängige schwere
dissoziative Symptome oder paranoide
Wahnvorstellungen (Entfernungs- /Entfremdungserleben)
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